Die Integrierten Gesamtschule bieten das von PISA bevorzugte Modell des möglichst langen gemeinsamen Lernens anstelle einer frühen Auslese der Kinder. Nach dem Wechsel von der Grundschule wird in Klassenstufe 5 weiterhin nur im Klassenverband unterrichtet. Ab Jahrgangstufe 6 beginnt die Differenzierung im Fachunterricht zunächst mit Englisch und Mathematik; bis zum Ende der Schulzeit bleibt der Klassenverband in den Kernfächern Gesellschaftslehre, Sport, Biologie, Arbeitslehre und Kunst bestehen. Als Schulabschlüsse können der Hauptschulabschluss, qualifizierter Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und die Übergangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe erworben werden.
Vorteile einer Integrierten Gesamtschule:
- längeres gemeinsames Lernen aller Kinder bis zum 9. bzw. 10. Schuljahr
- Weg zum Schulabschluss bleibt länger offen
- Integration: In jeder Klasse leben und lernen Kinder mit unterschliedlichen Befähigungen, Neigungen und Interessen
- Toleranz: Kinder aus unterschiedlichen sozialen Schichten mit verschiedenem nationalem, religiösen und kulterellem Hintergrund treffen aufeinander
- Lernens mit Kopf, Herz und Hand: Ausbildung sozialer Kompetenzen und der Persönlichkeit
- Reformpädagogische Gedanken: z. B. fachübergreifender Unterricht, Berufswahlvorbereitung, Wochenplanarbeit, Projektunterricht, Methodenlernen, innere Differenzierung, Mediation, Gewaltprävention, Ganztagsangebote.
- Alternative zum Turbo-Abitur der auf acht Jahre verkürzten Gymnasialzeit. Nach wie vor 9 Jahre Zeit, um ohne Auslesedruck die Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe bzw. das Abitur zu erreichen.